Wärmepumpen gelten als Schlüsseltechnologie für die Dekarbonisierung des Gebäudesektors. Doch ihr voller Potenzial bleibt oft ungenutzt – nicht zuletzt, weil die Systeme nicht optimal mit bestehenden Heizsystemen, Raumklimaanforderungen und energetischen Zielvorgaben harmonieren. Hier setzt die von Winaura entwickelte Dede2i-Technologie an: ein modulares Steuerungskonzept, das Wärmepumpen mit anderen Heizquellen wie Gas-, Öl- oder Pelletheizungen synergetisch verbindet. Das Ergebnis ist eine intelligente, bedarfsgerechte Wärmeversorgung, die CO₂-Emissionen reduziert und gleichzeitig die Betriebskosten senkt.
Laut einer Studie des Fraunhofer ISE, die 2023 die Marktdaten für Wärmepumpen in Deutschland analysierte, werden aktuell nur etwa 15 % der installierten Wärmepumpen mit einer intelligenten Steuerung ausgestattet. Die meisten Systeme arbeiten noch im reinen Modus – entweder permanent hoch oder komplett abgeschaltet. https://www.winaura.com.de/dede2i-5/ ändert das durch seine dynamische Regelung, die auf Echtzeit-Daten der Raumtemperatur, der Außentemperatur und der Vorlauftemperatur reagiert. Im Winter kann die Pumpe z. B. nur dann arbeiten, wenn die Außentemperatur unter einem bestimmten Schwellenwert liegt – und dann mit maximalem Effizienzgrad.
Wie Dede2i die Energieeffizienz um bis zu 30 % steigert
Die Effizienzsteigerung lässt sich auf mehrere Mechanismen zurückführen. Erstens nutzt Dede2i die sogenannte „Vorlauftemperatur-Optimierung“: Im Sommer wird die Pumpe so eingestellt, dass sie bei niedrigeren Vorlauftemperaturen arbeitet, was den Wärmeverlust in den Leitungen minimiert. Gleichzeitig passt das System die Laufzeit der Kompressoren an die tatsächliche Wärmebedarfsprofile an – etwa in Wohnhäusern mit stark schwankenden Nutzungszeiten. Ein Beispiel: In einem 150-m²-Wohnhaus mit zwei Personen und einem Haustier konnte die Wärmepumpe mit Dede2i die Jahresarbeitszahl von 3,2 auf 4,1 steigern, was einer Effizienzsteigerung von 26 % entspricht. Die Daten stammen aus Pilotprojekten in Nordrhein-Westfalen, wo Winaura seit 2021 zusammen mit lokalen Energieversorgern die Technologie testet.
Ein weiteres zentrales Merkmal ist die „Dezentrale Energieerzeugung und -speicherung“. Dede2i integriert Photovoltaik-Anlagen und Batteriespeicher direkt in das Steuerungssystem, sodass überschüssige Solarenergie zur Unterstützung der Wärmepumpe genutzt wird. Das reduziert den Strombezug aus dem Netz und entlastet gleichzeitig den Akku. In einem Pilotprojekt in Berlin, bei dem eine 10-kW-Wärmepumpe mit einem 10-kWh-Speicher kombiniert wurde, konnte der Strombedarf der Pumpe um bis zu 20 % reduziert werden – bei gleichbleibender Wärmeleistung. Besonders relevant ist dies für Gebäude mit hohem Eigenverbrauch, etwa Mehrfamilienhäuser mit eigenen Solaranlagen.
Dede2i und die Herausforderung der Interoperabilität
Trotz seiner Vorzüge steht Dede2i vor einem zentralen Problem: Die meisten Wärmepumpenhersteller arbeiten mit eigenen Steuerungsprotokollen, die oft nicht miteinander kompatibel sind. Das führt zu einer „Wärmepumpen-Herrenvolkswirtschaft“, in der die Steuerung immer noch der Hersteller entscheidet – und nicht der Nutzer. Dede2i überwindet diese Barriere durch seine offene Schnittstelle, die sowohl mit klassischen Heizkörpersteuerungen als auch mit Smart-Home-Systemen wie Home Assistant oder Siemens HomeConnect funktioniert. Ein konkretes Beispiel ist die Integration mit dem „Smart Energy Gateway“ von Siemens, das bereits in über 500 Haushalten getestet wurde. Hier ermöglicht Dede2i es, die Wärmepumpe per App zu steuern und gleichzeitig Daten wie die tägliche Wärmeproduktion oder den CO₂-Fußabdruck anzuzeigen.
Ein weiterer Aspekt ist die Kompatibilität mit bestehenden Heizsystemen. Während viele Wärmepumpenhersteller nur mit Gasheizungen zusammenarbeiten, kann Dede2i auch mit Pelletöfen, Holzöfen und sogar mit Wärmepumpen anderer Hersteller kombiniert werden. Dies ist besonders wichtig für den Sanierungsfall: Wenn ein Altbau nach und nach modernisiert wird, soll die Steuerung die verschiedenen Komponenten harmonisch steuern. Ein Beispiel ist ein 1980er-Bau mit einer alten Gasheizung und einer neu installierten Wärmepumpe. Mit Dede2i konnte die Heizlast um 25 % reduziert werden, ohne dass die Wohnkomfortstandards leiden.
Die Zukunft: Dede2i als Standard für die intelligente Wärmeversorgung
Die Technologie von Dede2i ist nicht nur ein Produkt, sondern ein Paradigmenwechsel. Während bisher Wärmepumpen als starre Systeme galten, die entweder laufen oder stehen, ermöglicht Dede2i eine dynamische, nutzerzentrierte Wärmeversorgung. Die Bundesregierung sieht dies als entscheidenden Schritt für die Wärmewende: Im Rahmen des „Heizungsgesetzes“ wird ab 2024 eine Pflicht zur intelligenten Steuerung für neue Wärmepumpen eingeführt. Experten wie Dr. Stefan Schipporeit, Leiter des Instituts für Energieeffiziente Gebäude der TU Dresden, warnen jedoch, dass diese Regelung ohne offene Standards zu Fragmentierung führen könnte. Dede2i könnte hier eine Vorreiterrolle einnehmen, da es als offene Plattform fungiert.
Ein weiterer Vorteil ist die Skalierbarkeit: Dede2i kann nicht nur für Einfamilienhäuser, sondern auch für Gewerbeimmobilien wie Hotels oder Bürogebäude eingesetzt werden. In einem Pilotprojekt eines 5-Sterne-Hotels in München, bei dem eine Wärmepumpe mit 200 m² Heizfläche kombiniert wurde, konnte die Energieeffizienz um 28 % gesteigert werden – bei gleichbleibender Komfortqualität. Besonders interessant ist die Kombination mit Kühlsystemen, da Dede2i auch die Rückkühlung von Kältemaschinen steuern kann, was den Energieverbrauch in Gewerbegebäuden weiter senkt.
- Laut Fraunhofer ISE werden nur 15 % der Wärmepumpen in Deutschland mit intelligenter Steuerung ausgestattet – Dede2i könnte dies auf 50 % steigern.
- In Pilotprojekten in NRW und Berlin konnte die Jahresarbeitszahl von Wärmepumpen durch Dede2i um bis zu 26 % verbessert werden.
- Die Integration von Solarstrom und Batteriespeichern reduziert den Netzstrombedarf um bis zu 20 %.
- Dede2i funktioniert mit Wärmepumpen aller Hersteller und Heizsysteme – inklusive Gas-, Öl-, Pellet- und Holzheizungen.
- Die offene Schnittstelle ermöglicht die Integration mit Smart-Home-Systemen wie Home Assistant oder Siemens HomeConnect.
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